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DER WEITERBETRIEB ALS MUSEUMSLOK
 DER DEUTSCHEN REICHSBAHN

Zur Dokumentation der Betriebsgeschichte der Deutschen Reichsbahn ist von traditionsbewussten Eisenbahnern in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsmuseum Dresden ab Mitte der 60er Jahre eine große Anzahl von Lokomotiven zur Erhaltung als Museumslok ausgewählt worden. Diese Fahrzeuge bilden heute den Grundstock der Fahrzeugsammlung des Verkehrsmuseums Dresden im ehemaligen Bw Dresden-Altstadt. Unsere Lok 89 6009 stand damals auch auf dieser Liste und so blieb ihr der Weg allen alten Eisens erspart. Bei ihrer Beheimatungszeit beim Bw Salzwedel vom 12. 11. 1966 bis 14. 03. 1967 und anschließend beim Bw Oebisfelde vom 05. 03. 1967 bis 08 10. 1969 war sie allenfalls nur noch zu Heizzwecken eingesetzt. denn bei einer Bedarfsausbesserung im Bw Halberstadt vom 21. 06. bis 18. 07. 1967 wurden nur noch Kesselarbeiten ausgeführt. Am 09. 10. 1969 kam sie zum Bw Eilsieben, dass ab Dezember 1969 Einsatzstelle des Bw Magdeburg wurde. Dieser Standort an der Strecke Magdeburg -Helmstedt wurde von der Rbd Magdeburg zunehmend zur Hintersteilung von Museumsfahrzeugen genutzt. Ab 16. November 1971 gehörte unsere Lok 89 6009 offiziell dem Verkehrsmuseum Dresden. Als eine der ersten Museumsloks wurde sie im Werkteil "DeutschSowjetische-Freundschaft" Görlitz des Raw Cottbus im Rahmen einer Schadgruppe L6 vom 13. 11. 1973 bis 16. 04. 1974 betriebsfähig aufgearbeitet und von da an durch die Eisenbahner des Bw Dresden am Standort Dresden-Altstadt betreut.

Dresdener T3 bild 09

Ab 01. 01. 1977 beheimatete das Bw Dresden wieder offiziell unsere Lokomotive, denn das Verkehrsmuseum darf nur nicht betriebsfähige Exponate beherbergen. Die erforderlichen Schadgruppen führte von nun an das Raw Meiningen aus. Bis Anfang der 80er Jahre wurde die Lok häufiger vor Sonderzügen, besonders anlässlich von Streckenjubiläen, eingesetzt. In der Folgezeit und besonders ab den 90er Jahren verwendete man unsere Lok fast auschließlich für Führerstandsmitfahrten bei Bahnhofs-und Betriebswerkfesten, denn die Sonderzugfahrten müssen sich seit Einführung der "harten Mark" rechnen. Außerdem hat keine "echte" Schlepptenderlok einen so geräumigen Führerstand wie unsere 89 6009.